01.-03. September 2017

Electric Love

Very sexy und very tough

Es ist eng. Es ist laut. Aggression liegt in der Luft. So wie sich das für Punkrock gehört, wenn er wild übersteuert aus den Boxenquillt. Genauso wie bei Electric Love, den vier Schwarzkutten aus Stuttgart. Zu hören sind sie ab 19. Dezember auf „Heroine“, ihrem ersten Album.

"Zwei von uns sind zwar Mädels, aber die haben mehr Eier als viele Kerle!" Eine klare Ansage, mit der sich Electric Love in die verbale Pole-Position bringen. Schon vergessen? Punk ist großmäulig – ist es immer gewesen. Das Female Fronted Quartett aus Stuttgart macht schließlich keine Musik für Schöngeister; Electric Love langen hin und räumen ab. Nach ihrer Show ist alles gesagt, oder besser: gnadenlos hinausgebrüllt. Ab und zu wird auch mal engelsgleich daher geträllert. Einfach so. Mitten im Dunst aus Schweiß und Bier. Mitten drin im Akkord-Regen, der aus der Anlage prasselt. Voller Girlpower und so eindringlich wie es der Name "Heroine" erahnen lässt.

Alles stammt direkt aus den Händen der Vier - das Management ebenso wie die Musik selbst. Es sind Hände, die zupacken, die Instrumente malträtieren und ihnen nur das Gröbste und Derbste abringen. Und die dem Old-School-Punk mit Einflüssen aus Pop, Rock und Glam dennoch immer wieder erfrischend neue Wendungen entlocken. Einflüsse von Vorbildern wie Joan Jett, Distillers, Danko Jones oder Green Day sind zu hören, ja. Doch damit fühlt man sich schnell heimisch.

Denise Wilson - Vocals, Bass;

Sinja Mueller - Guitar;

Tobias Kuenzl - Guitar;

SebbiKraenzlein - Drums

http://www.electriclove.de/